Agiles Management bei SPIEGLHOF media

Pläne erzeugen die Illusion, dass die Anforderungen im Laufe eines Webprojekts unverändert bleiben. Das ist aber nicht so. Die vermeintlich vorausschauende Vorgehensweise setzt voraus, dass sich alle Beteiligten auf eine detailorientierte Weise mit der Zukunft auseinandersetzen können. Durch ändernde Prozesse, neue Arbeitweisen und wechselnde Kundenwünsche werden meist große Teile der ursprünglichen Planung hinfällig.

Agil mit Methoden des Scrum

Wir möchten die Sicherheit, dass das Produkt letztlich den Kundenanforderungen entspricht. Diese gewinnen wir nicht durch ausgiebige Detailplanung, sondern indem wir flexibel auf wechselnde Anforderungen reagieren. Aus diesem Grund verwenden wir das leichtgewichtige Planungsverfahren des Scrum. Dieses zeichnet sich durch eine Abfolge kurzer Planungs- und Umsetzungszyklen aus. Innerhalb von 10 Arbeitstagen erarbeiten wir mit dem Kunden die exakten Anforderungen des nächsten Arbeitsschritts, programmieren diese, und prüfen anschließend das Ergebnis.

Dabei gelten folgende Regeln:

  1. Wir planen und entwickeln, was sich in 10 Arbeitstagen umsetzen lässt.
  2. Ehrliche und offene Kommunikation sind dabei entscheidend. Das bedeutet nicht, dass Meetings unnötig lange dauern. Unsere internen Absprachen dauern täglich maximal 15 Minuten. Auch bei Meetings mit Kunden gilt: So viele wie nötig, so wenige wie möglich.
  3. Am Ende des Zyklus steht ein lauffähiges System, welches der Kunde testen kann.
  4. Das Design bleibt so einfach wie möglich. Von wirklich gutem Design sprechen wir dann, wenn jedes der verbleibenden Gestaltungselemente unverzichtbar ist.
  5. Nichts ist in Stein gemeißelt – jeder kann alle Anforderungen jederzeit ändern. Dabei ist selbstverständlich eine vorhergehende Absprache zwischen dem Kunden und uns notwendig.
  6. Wir akzeptieren keine schlechte Qualität. Das stellen wir durch regelmäßges Refactoring sicher. Refactoring ist das Überarbeiten bestehender Strukturen, Codeabschnitte und Designs.

Wie werden die Abnahmekriterien im Scrum festgehalten?

Wir verzichten auf die umfangreiche Definition von Detailanforderungen in Form von Lasten- und Pflichenheften. Meistens fehlt auf Kundenseite ohnehin die Zeit und das Know-How im Webdesign, um ein Lastenheft zu verfassen. Wir ersetzen beide Dokumente durch eine Anforderungsspezifikation. Diese enthält wie das Lastenheft funktionale wie nichtfunktionale Anforderungen. Das Detaillevel ist dabei wesentlich niedriger, und alle Anforderungen sind in nutzerzentrierter Form formuliert:

Was kann der Benutzer mit der Applikation machen, um welches Ziel aus welchem Grund zu erreichen?

Das hält die Dokumente für alle Beteiligten leicht verständlich, nachvollziehbar und vor allem eines: prüfbar. So ist auch die rechtliche Absicherung garantiert.

Was bedeutet agiles Arbeiten für den Kunden?

Der Kunde nimmt sich Zeit, die Arbeit der Entwickler zu testen. Das bedeutet einen höheren Zeitaufwand. Dieser lohnt sich aber, da das letztendliche Produkt auch dem Kundenwunsch entspricht. So sollten innerhalb des 10-Tages-Zyklus fixe Zeiten für Testing und Meetings eingeplant werden, um die Vorteile des Scrum voll ausnutzen zu können.

2018-12-13T11:21:27+00:00

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